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integrale Spiritualität


Seminare, Texte und mehr zu Integrale Spiritualität auf www.terralibra.net

 

terra libra ist ein Netzwerk für lebendige Integrale Spiritualität im Alltag.

 

Wir vermitteln sowohl traditionell bewährte, als auch moderne Methoden im Kontext von Integrale Spiritualität: Meditation, Kontemplation, Fasten in Stille, die bewusste Arbeit mit transformierenden Fragen, Big Mind Process, Enneagramm, Schwimmen mit Delphinen.

Unsere Seminare für Integrale Spiritualität sind zum Beispiel unsere Fastenkurse in Kombination mit Stille und Yoga. Unter www.fasten.terralibra.net erfahren Sie mehr dazu. Bzw. das Seminar The One Experience. Darüber erfahren Sie mehr hier: www.one.terralibra.net

 

Besuchen Sie auch unser Online-Forum my Life Trust. Hier finden Sie viele kostenlose Texte, Tipps und Links zum Thema Integrale Spiritualität. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, sich mit anderen gleichgesinnten Menschen zu vernetzen. Gehe Sie dafür zu www.mylifetrust.com

In unserem Onlineshop unter www.shop.terralibra.net finden Sie zum Beispiel Geführte Meditationen auf CD, Bücher, Briefkurse uvm. zum Thema Integrale Spiritualität.


Erläuterungen zum Thema Integrale Spiritualität

Die Integrale Spiritualität, integrale Weltsicht oder auch integrale Philosophie von Aurobindo, Ken Wilber und anderen ist eine philosophisch-spirituelle Weltanschauung, die versucht, eine umfassende Sicht des Menschen und der Welt zu entwickeln und dazu östliche und westliche Weltsichten bzw. spirituelle Einsichten und wissenschaftliches Denken zu integrieren.

Die Integrale Spiritualität ist im Wesentlichen ein systematisches Modell für eine holistische Welterklärung. Sie ist unter anderem auf der Annahme aufgebaut, dass der Mensch neben dem personalen Tagesbewusstsein auch über weitere natürliche Bewusstseinszustände verfügt.

So stellt eine Integrale Spiritualität heraus, dass das individuelle Ich oder Ego nicht die höchste Qualität menschlicher Handlungsfähigkeit darstellt, sondern in einem komplexeren transpersonalen Selbst aufgehen kann, dass auch die anderen Wesen in eigenen Denken, Fühlen und Handeln berücksichtigt. Andererseits wird jedoch die Bedeutung des Ich als zentrale Instanz individueller Handlungsfähigkeit betont und sich damit von spirituellen Ansätzen abgegrenzt, welche das Ich in universeller Einheit auflösen möchten.

Ken Wilber gilt als Schöpfer des Begriffes Integrale Spiritualität.

Hier finden Sie Zitate von ihm selbst zum Thema Integrale Spiritualität.

„Was um Himmels oder der Erde Willen, meine ich mit integral? Die lexikalische Bedeutung ist ziemlich einfach: "Umfassend, ausgewogen, einschließend, wesentlich für Vollständigkeit", kurze Definition, steiler Anspruch.
Und was könnte etwas wie eine umfassende oder Integrale Spiritualität bedeuten? Es wäre eine Spiritualität, die den Anspruch hätte nichts Wesentliches auszulassen. Es wäre eine Spiritualität, die im Prinzip von Gläubigen aller Weltreligionen erkannt und anerkannt und sogar praktiziert werden könnte, ohne dass sie ihre eigenen wesentlichen Merkmale aufgeben müssten. Sie würde in der anscheinend universellen menschlichen Fähigkeit basieren, mit dem Göttlichen in Verbindung zu treten. Sie wäre alles einschließend oder allumfassend und alle Grundlagen dieses schwer zu fassenden Phänomens, das wir 'Spiritualität' nennen, berühren. Es wäre ... unmöglich, das wäre es. Aber bedenken Sie, wo wir heute stehen in der modernen und postmodernen Welt. Zum ersten Mal in der Geschichte haben wir leichten Zugang zu allen großen Religionen der Welt. Überprüfen Sie die vielen großen Traditionen - von Christentum bis Buddhismus, Islam bis zu Taoismus, Naturreligionen bis Neoplatonismus, und zwei Dinge fallen auf: Da gibt es eine enorme Anzahl von Unterschieden zwischen ihnen und eine Handvoll von eindrucksvollen Ähnlichkeiten.
Wenn Sie ein paar wenige wesentliche Merkmale finden, über die sich alle oder nahezu alle der großen Weltreligionen einig sind, haben Sie wahrscheinlich etwas unglaublich Wichtiges über die menschliche Natur herausgefunden, etwas das mindestens so wichtig ist wie, sagen wir, die paar Dinge, auf die sich Physiker einigen können (was heutzutage übrigens nicht allzu viel ist).

… Diese Ähnlichkeiten würden, unter anderem, die Vermutung nahe legen, dass spirituelle Muster im Universum wirken, soweit wir das sagen können, und dass diese spirituellen Muster sich mit eindrucksvoller Regelmäßigkeiten zeigen, wo immer menschliche Herzen und Geister versuchen, sich mit dem Kosmos mit all seinen leuchtenden Dimensionen in Einklang zu bringen.
Und das würde bedeuten, müsste bedeuten, dass das Menschenwesen für die Wahrnehmung spiritueller Wirklichkeiten angelegt (verdrahtet) ist. Das heißt, der menschliche Organismus selbst scheint für den Empfang dieser tiefen spirituellen Muster verdrahtet zu sein, wenngleich nicht notwendigerweise für die spezifischen Weisen, auf die sich diese Wirklichkeiten in den einzelnen unterschiedlichen Religionen zeigen, so wichtig die auch sein mögen. … Das einfache Erkennen und die Anerkennung dieser tiefen spirituellen Muster würde das Aufflackern einer integralen Spiritualität bedeuten.

Dieses Erkennen und Anerkennen würde außerdem beinhalten, dass jede Praxis, die einzelnen Menschen helfen würde, sich auf diese Muster einzustimmen, das Verständnis der Menschheit für sowie die Einstimmung auf diese spirituellen Muster des Universums erhöhen würde. Diese Einstimmung könnte durch irgendeine der großen Religionen geschehen, wäre jedoch an keine von ihnen exklusiv gebunden. Eine Person könnte eingestimmt sein auf eine Integrale Spiritualität und dennoch ein praktizierender Christ, Buddhist, New-Age-Anhänger oder Neuheide bleiben. Es wäre eine Ergänzung der jeweiligen Religion, keine Minderung. Das Einzige, was abzuziehen wäre (und da führt kein Weg daran vorbei) ist die Überzeugung, dass der eigene Weg der einzig wahre Weg zum Heil ist.
Wenn die Einstimmung der Menschheit auf die spirituellen Muster des Universums durch unterschiedliche Praktiken gefördert werden kann (einschließlich möglicherweise Gebet, Meditation, Yoga, Kontemplation) dann wären psychologische und psychotherapeutische Maßnahmen mit Sicherheit Teil jeder integralen Spiritualität, da diese Maßnahmen die Fähigkeit einer Person für unterschiedliche Praktiken erhöhen kann.

… Schließlich wird Integrale Spiritualität Wissenschaft sowohl transzendieren wie einschließen; sie schließt Wissenschaft weder aus noch unterdrückt noch leugnet sie sie. Das Postulat, dass die spirituellen Ströme des Kosmos durch empirische Wissenschaft nicht erfasst werden können, bedeutet noch nicht eine Verleugnung (der Bedeutung) von Wissenschaft, nur dass sie ihr Gesicht anderen Methoden der Suche nach Erkenntnis zeigen, die die Welt im Überfluss besitzt.

… Wenn wir nun diesen spirituellen Schwingungen die beiden anderen Merkmale, die ich erwähnte - authentische Spiritualität muss notwendigerweise moderne Wissenschaft transzendieren (nicht ausschließen) und psychologische Maßnahmen können die Entwicklung von spirituellen Fähigkeiten beschleunigen - dann kommen wir dem, was tatsächlich eine Integrale Spiritualität für die moderne und postmoderne Welt darstellen könnte und die das Beste der vormodernen Traditionen einschließt, ziemlich nahe.“



Auszüge aus einem Text zum Thema Integrale Spiritualität von Willigis Jäger

Die Zukunft der Religion liegt in einer integralen Spiritualität. 'Sophia perennis' nennt die Religionswissenschaft diesen mystischen Strom, der sich zeitlos durch alle Religionen zieht. Sie führt über jedes Bekenntnis hinaus. Wir leben in einem Zeitalter, in dem konfessionelle Gebundenheit in den Religionen sehr nachlässt, gleichzeitig aber eine tiefe Sehnsucht nach der religiösen Dimension spürbar wird. Zahlreiche Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht und sozialer Zugehörigkeit, sehnen sich nach dieser religiösen Dimension in ihrem Leben, wissen aber gleichzeitig, dass die Einübung in diese Dimension von den bestehenden Kirchen und Konfessionen nicht geleistet wird, ja offensichtlich nicht gewollt ist. Viele suchen daher in östlichen Religionen eine neue geistige Heimat. Dort wird ihnen aber häufig mit dem spirituellen Weg auch wieder, ob es ihnen nun bewusst wird oder nicht, eine Konfession mit Ritualen und Vorstellungen vermittelt, die sie im Grunde nicht suchen.

Die integrale Spiritualität ist keine neue Religion, sondern ein Weg für Menschen, die fest im Leben stehen und in der spirituellen Dimension nicht nur die Grundlage aller Religionen sehen, sondern die Grundlage des Lebens überhaupt. Die Essenz der Religionen ist nämlich weniger das Lehrgebäude, als vielmehr die Erfahrung der Wirklichkeit, auf die in Konfessionen verwiesen wird. - Wer in seiner Konfession bleiben will, wird durch den spirituellen Weg darin bestärkt. Sein religiöses Selbstverständnis wird sich vertiefen und wandeln. Integrale Spiritualität wird so zur personalen Aneignung einer erfahrbaren Wahrheit, die sich in allen Konfessionen ausdrücken kann, aber auf keiner Konfession gegründet ist.

Integrale Spiritualität bedeutet ein Einschwingen in das kosmische Gesetz. Was wir Abendländer seit einigen Jahrtausenden Gott nennen, ist nicht außen. Es ist das Innerste des evolutionären Geschehens. Es ist dem Geschehen immanent. Die Wahrheit und Wirklichkeit liegen jenseits aller Konzepte religiöser oder philosophischer Art. Dieses Jenseits ist aber kein Platz, kein fester Standort. Der feste Standort ist nur das Jetzt, in dem sich diese Urwirklichkeit, die wir Gott, Leerheit, Brahman, Allah nennen, manifestiert. Nur wenig Menschen können in dieser freien Luft leben. Sie suchen Sicherheit in der Konfession, die ihnen auf weite Strecken hin Lebenshilfe und Deutung des Lebens ist. Aber Spiritualität übersteigt letztlich jede Konfession. Sie führt in einen Bewusstseinsraum jenseits des Glaubens. Sie übersteigt jedes Bekenntnis. Das aber macht sie gefährlich für jede Institution, die nur vom Bekenntnis lebt. Sie führt in ein Erkennen, das frei ist von Meinungen und Vorstellungen. Prajna, Weisheit ist damit gemeint. Es ist ein Erkennen, das auf der Abwesenheit von Begehren, Aggression und Ignoranz beruht. Die spirituellen Wege sind eine Art Zähmung und Klärung der Ratio und der Psyche, damit ein Erwachen möglich wird. Sein Leben im Einklang mit dieser Urwirklichkeit zu leben, das ist Spiritualität.

  1. Integrale Spiritualität ist Achtsamkeit in allen Dimensionen des Lebens, die das Individuelle und Personale übersteigt und als gestaltender Hintergrund im Leben des Einzelnen präsent ist. Sie übersteigt das Individuelle und Persönliche und schließt es gleichzeitig mit ein. Ihr Ziel ist die Erfahrung transpersonaler Bewusstseinsräume, die im Alltag als tragende Grundlage des gesamten Lebens wirksam werden.

  2. Integrale Spiritualität ist eine Dimension des Menschseins, die zusammen mit Körper, Psyche und Intellekt das Leben wesentlich bestimmt. Sie ist in allen Menschen als Potenz angelegt und kann durch Übung von Schweigen, Hingabe und Liebe entfaltet werden.

  3. Spiritualität ist integral, weil sie die anderen Dimensionen des Menschen, nämlich Körper, Psyche und Intellekt mit einschließt. Integrale Spiritualität ist eigentlich eine Tautologie - eine 'nicht-integrale Spiritualität' wäre ein Widerspruch in sich. Spiritualität soll Einheit erfahrbar machen, sie lebt aus dieser ganzheitlichen Sicht in allen Bereichen des Lebens und erkennt immer mehr die Ordnungen, die sich aus der non-dualen Sicht der Wirklichkeit ergibt.

  4. Integrale Spiritualität ist qualitativ etwas anderes als Psychologie oder Psychotherapie. Sie schließt - als eine integrale Dimension - die psychische Ebene des Menschen aber mit ein. Sie möchte den Ich-Bereich durchlässiger machen. Es geht in der Spiritualität sowohl um das Transzendieren des Egos, als auch um seine Einbettung in umfassendere Bewusstseinsräume.

  5. Integrale Spiritualität zielt als 'Sophia perennis' letztlich auf die Erfahrung der Non-Dualität des Seins. Sie bringt Sinn, Verbundenheit und Gemeinschaft, wobei der 'Bezugspunkt' weder im persönlichen Ich noch im persönlichen Du liegt, sondern in jener Dimension, die beide mit einschließt. Daraus erwachsen auch ethische Kräfte für die Bewältigung des Lebens und für ein plurales Zusammenleben.

Die integrale Spiritualität ist ein Weg, der uns das Mystische der Welt offenbart. Dabei versteht sich die integrale Spiritualität nicht als Religion, sondern als Möglichkeit, die Spiritualität als Basis unseres Lebens zu erfahren.

Die Spiritualität des Lebens spüren nicht nur religiöse Menschen. Auch Personen ohne Konfession können das Spirituelle fühlen, können aber nur schwer Wörter dafür finden. Dieses Phänomen kennen viele unter uns und die integrale Spiritualität greift das auf.

 

Die integrale Spiritualität beschreibt das Mystische, das in der Welt liegt. In der Natur, in allen Dingen und in allen Menschen fließt ein kosmisches Gesetz hindurch. Den natürlichen Rhythmus der Welt verlernen wir durch den Stress des Alltags und der Rationalität, von der sich unsere Gesellschaft leiten lässt, zu erkennen.

Die integrale Spiritualität führt uns zum Ursprung des Daseins. Dabei liegt die Wirklichkeit nicht in religiösen Aspekten, sondern in der Natur an sich. Das Höhere, das durch alles strömt, mag in jeder Religion einen anderen Namen besitzen, doch ist es immer das Eine. Die integrale Spiritualität möchte das Wesentliche aus den Religionen zusammenführen und für jeden Menschen zugänglich gestalten.

Die integrale Spiritualität führt uns in einen Bewusstseinszustand, den wir nur schwer beschreiben können. Dieser Zustand ist jenseits von Bewusstem, Wissen, Rationalem und Glauben. Die integrale Spiritualität führt uns zum Erkennen, vollkommen frei von bisher Erfahrenem und Vorgestelltem. Die integrale Spiritualität bedeutet sein Leben neu zu betrachten und das Eine zu erfahren. Das Leben im Einklang mit all dem zu führen, bedeutet eine Spiritualität in sich zu tragen und eine innere Ausgewogenheit herzustellen.

Die integrale Spiritualität vereint Körper, Verstand und Seele. Die Aspekte des Menschseins werden ganzheitlich gesehen und durch Übungen werden die Dimensionen von integrale Spiritualität erlebt. Erfahrung führt uns schließlich zum Erkennen.

 


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